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WSG - wohnen Sie gut. | Wo wird eigentlich Gas verbraucht?

Warme Wohnung, warmes Wasser:

Wo wird eigentlich Gas verbraucht?

Gerade in Zeiten explodierender Gaspreise und der drohenden Gasmangellage im Herbst und im Winter ist für Mieter die Frage nach der Heizungsart mehr und mehr entscheidend. Auch unsere gängigsten Heizungssysteme funktionieren noch über Gas – entweder über eine Etagen- oder eine Zentralheizung. Wir erklären, wo in Ihrer Wohnung überall Gas drinsteckt.

Eine Zentralheizung versorgt ein ganzes Wohngebäude mit Wärme. Erzeugt wird diese am häufigsten durch Öl- und Gasheizkessel. Inzwischen werden Zentralheizungen aber auch mit alternativen Energieträgern betrieben oder gekoppelt, wie beispielsweise Wärmepumpen, Solarthermieanlagen, Solaranlagen oder einem Festbrennstoffkessel. Manche Zentralheizungen arbeiten auch mit Fernwärme.

Bei der zentralen Warmwasser-Bereitung wird das Warmwasser über die Heizung erhitzt und dann häufig in einem sogenannten Warmwasserspeicher zwischengelagert. Dieser Speicher dient letztendlich unserem Komfort, weil so zum Beispiel beim Duschen sofort warmes Wasser in ausreichender Menge zur Verfügung steht.

Die zentrale Warmwasser-Bereitung nutzt man vornehmlich bei Ölheizungen, Gasheizungen, Holzheizungen und Wärmepumpen. Eine Abwandlung zur zentralen Warmwasser-Bereitung sind dezentrale Trinkwasserstationen, die in jeder Wohneinheit separat eingesetzt werden und in der Art eines Durchlauferhitzers funktionieren.

Wird die Raumwärme zum Beispiel über Elektroheizungen oder eine kleine Gastherme realisiert, dann setzt man im Badezimmer und in der Küche häufig auf Durchlauferhitzer. Sie erhitzen (dem Namen entsprechend) das Trinkwasser im Durchlauf-Verfahren und können entweder mit Strom oder auch mit Gas betrieben werden.

Der größte Nachteil eines Durchlauferhitzers liegt in seiner begrenzten Leistung: Weil kein Wasser bevorratet wird, dauert es beim Duschen immer eine gewisse Zeit, bis es wirklich warm wird. Und häufig kann eine sehr hohe Temperatur nicht dauerhaft gehalten werden. Jedoch anders als bei einem sogenannten Untertischgerät mit Wasserspeicher, bei dem kein warmes Wasser mehr kommt, wenn der Speicher einmal leer ist, kann der Durchlauferhitzer weiterhin warmes Wasser liefern.

Für die Warmwasser-Bereitung ohne Heizung stehen auch Boiler zur Verfügung. Ein Boiler liefert ebenfalls dezentral Warmwasser, wenn zum Beispiel die Zentralheizung nicht an die neue Küche angeschlossen werden kann oder soll. Wie beim Durchlauferhitzer kann auch der Boiler mit Gas oder Strom betrieben werden.Bei einem Boiler wird immer etwas Wasser auf Vorrat warmgehalten. Das erhöht zum einen den Komfort und kann zum anderen auch günstiger als ein Durchlauferhitzer sein, der zum Zeitpunkt des Bedarfs immer volle Leistung bringen muss.

Zur herkömmlichen Warmwasser-Bereitung gibt es noch Ergänzungen, um die laufenden Kosten und die CO2-Emissionen zu senken. Mit einer Solarthermie-Anlage wird Sonnenwärme genutzt, um das Trinkwasser zu erhitzen – allerdings funktioniert das nur in Kombination mit einem Warmwasserspeicher. Wie viel Warmwasserspeicher kosten, hängt letztlich auch von der Bauart und dem Fassungsvermögen ab. Eine andere Alternative ist die Brauchwasser-Wärmepumpe, die beispielsweise die warme Raumluft im Heizungskeller nutzt, um damit das Trinkwasser zu erwärmen.

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Quelle: VdW Rheinland Westfalen – die Wohnungswirtschaft im Westen