Wohnen im Spicker Hof

Gelebte Inklusion - integratives Wohnen für Generationen

Gemeinschaftlich, selbstbestimmt, integrativ - so könnte man das Wohnen im Spicker Hof beschreiben: Bereits seit 2011 wird hier in Dortmund-Dorstfeld Schritt für Schritt ein Projekt auf den Weg gebracht, welches ein Miteinander der Generationen und ein möglichst langes, selbstbestimmtes Wohnen im vertrauten Umfeld, besonders für ältere Mieterinnen und Mieter, zum Ziel hat.

Die hiesige WSG-Siedlung Trippestraße – Am Höhweg – Am Hartweg mit insgesamt 144 Wohnungen wurde in den 50er und 60er Jahren erbaut. Hier wird im Rahmen von umfassenden Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen dieses ungewöhnliche Wohn-Konzept umgesetzt. Gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie starken Kooperationspartnern wird die Siedlung für Jung und Alt zu einem attraktiven und vor allem dauerhaften Zuhause umgewandelt mit guten, nachbarschaftlichen Beziehungen und einem sozialen Netzwerk, an dem sich alle Menschen im Spicker Hof aktiv beteiligen.

So wirkt die WSG einer möglichen Isolation und Vereinsamung im Alter frühzeitig und nachhaltig entgegen. Hier wird Inklusion gelebt, werden durch das Älterwerden entstehende Beeinträchtigungen dank durchdachter Umbaumaßnahmen und einem intakten sozialen Netzwerk rechtzeitig aufgefangen.

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Bildergalerie

Barrierefreiheit: Wege und Hauseingänge
Im Zuge der Umgestaltung der Außenanlage wurden die Wegführung und die Hauseingänge den Bedürfnissen der Mieter angepasst und Rollatoren- und Rollstuhlgerecht umgebaut.

Barrierefreiheit: Müllcontainer
Die Müllcontainer auf dem Gelände können von einer Seite her mit dem Rollstuhl angefahren und genutzt werden.

Barrierefreiheit: Badezimmer
Mit entsprechender Pflegestufe kann ein Wannenbad (mit entsprechenden Zuschüssen von der Krankenkasse) in ein schwellenfreies, bzw. schwellenarmes Duschbad umgebaut werden.

Variante A – schwellenfreies Badezimmer: Die Kosten des Umbaus werden, abzüglich des Zuschusses der Krankenkasse, mietwirksam und lösen eine kleine Mieterhöhung aus.

Variante B – schwellenarmes Badezimmer: Sollte der Mieter/die Mieterin noch in der Lage sein, eine kleine Schwelle zu überwinden, besteht die Möglichkeit, das Wannenbad innerhalb eines Tages und ohne Fliesenschaden in ein Duschbad umzubauen. Die Zuschüsse der Krankenkasse decken hier fast die Gesamtkosten des Umbaus. Kosten, welche über den Zuschuss der Kassen hinausgehen, werden ggf. durch die WSG getragen.

Regendächer und Hauseingangsbeleuchtung
Schutz vor Wind und Wetter, gute Sichtbarkeit und ein verbessertes Sicherheitsgefühl – im Zuge der Umgestaltungsmaßnahmen erhalten die Hauseingänge Regendächer sowie eine neue Beleuchtungsanlage.

Taschenablagen
Damit schwere Einkaufstaschen nach der Suche nach dem Hausschlüssel nicht wieder mühevoll vom Boden aufgehoben werden müssen, werden im Hauseingangsbereich Taschenablagen auf Kniehöhe installiert.

Digitale Infostelen
Die Bildschirme der digitalen Infostele, welche an zentralen Plätzen unserer Wohnanlage aufgestellt sind, informieren die Mieterinnen und Mieter über Veranstaltungen im Spick-In, den Stand der Umbaumaßnahmen und Angebote lokaler Dienstleister.

Treffpunkt Boulebahn
Im Zentrum der Anlage liegt die neu angelegte Boulebahn mit zahlreichen Sitzmöglichkeiten.

Carports und Garagen 
Gebäudenah sind bereits mehrere Garagen und Stellplätze angelegt worden, die von den Bewohnern angemietet werden können. Weitere Carports sind in Planung.

Rollatorenschränke
Vor allen Hauseingängen wird die Möglichkeit geschaffen, Rollatorenschränke zu stellen. Die Plattierungen werden entsprechend vorbereitet und die Schränke nach Bedarf gestellt und vermietet.

Hausmeister/Wohnberater
Die Hausmeister der Siedlung sind viel mehr als „nur“ die ersten Ansprechpartner bei Fragen rund um Ordnung und Sauberkeit: Von der WohnBund-Beratung NRW werden sie zu Wohnberatern weitergebildet und können so bei Bedarf speziell zugeschnittene Hilfs- und Pflegeangebote vermitteln (z. B. Umbau des Wannen- zum Duschbad). Besonders beliebt ist auch der „Kaffeekranz mit Hausmeister“ im „Spick-In“, bei dem in lockerer Atmosphäre kleine und größer Probleme unbürokratisch gelöst werden können.

Gemeinschaftsraum „Spick-In“
Nachbarschaftstreffpunkt, Spielzimmer, Kocharena – im Gemeinschaftsraum „Spick-In“ werden den Anwohnern die unterschiedlichsten Veranstaltungsangebote gemacht. Auch für private Feiern können die Räumlichkeiten angemietet werden.

Waschmaschinen
In allen Häusern stehen in den Kellern kommunale Waschmaschinen zur Verfügung. Die Waschmarken können im Spick-In erworben werden.

Gartenpflege
Die Außenanlagen werden regelmäßig von einem Landschaftsgärtnerteam bearbeitet und gepflegt.

Gerätehäuser
Auf dem Siedlungsgelände stehen vier Gerätehäuser, die zur Unterbringung von Rollatoren, Fahrrädern oder sonstigen Gegenständen angemietet werden können.

Fahrradständer
An verschiedenen Orten innerhalb der Siedlung sind bereits Fahrradständer vorhanden, weitere Ständer werden in Kürze hinzukommen.

Adresse Siedlung Trippestraße – Am Höhweg – Am Hartweg, Spickufer 10 (Gemeinschaftsraum), 44149 Dortmund-Dorstfeld
Umfang 144 Wohneinheiten, 6 Carportanlagen mit 24 Stellplätzen, 13 Garagen, 4 Gerätehäuser
Bauzeit ursprünglich in den 1950/60er Jahren, Umgestaltung 10/2011 bis 2016
Nutz-/Wohnfläche ca. 7450 m²
Wohnungsgrößen 1- bis 3-Raum-Wohnungen, zwischen 40 m² und 60 m²
Förderung Das Projekt „Hilfe, Rat und Tat für Mieterinnen und Mieter der WSG“ wird als eines von 35 Projekten vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programmes „Soziales Wohnen im Alter“ für drei Jahre mit EUR 60.000,00 gefördert. Für die barrierefreie Umgestaltung der Außenanlage sind Fördermittel des Landes NRW beantragt.
Bauherr (Umgestaltung) WSG Wohnungs- und Siedlungs- GmbH (Düsseldorf)
Architekten FÜRST ARCHITECTS GmbH (Düsseldorf)
Kooperationspartner WohnBund NRW GmbH (Bochum)
  Universität Siegen, Fakultät III Wirtschaftsinformatik