WSG Geschäftsbericht 2025

66 7. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Das Risikomanagement wurde im abgelaufenen Geschäfts- jahr weiterentwickelt. Während ein neues Risikofrühwarn- system bereits 2024 aktiviert wurde, wurde das Interne Kontrollsystem in 2025 vollständig neu überarbeitet. Die von der Gesellschaft erarbeitete Klimastrategie wurde einerseits in 2024 in das Risikomanagementsystem eingebunden, während für den gesamten IT-Bereich aufgrund der zuneh- menden Bedeutung von Datensicherheit und Datenschutz ein spezielles Risikomanagement in 2025 erarbeitet wurde. Definition und Bewertung der Risiken erfolgen durch eine Risikokommission bestehend aus der Geschäftsführung, den Führungskräften und dem Risikomanager (in der IT zzgl. des IT-Administrators). Der Risikomanager übernimmt zudem die Funktion der Internen Revision. Durch eine kontinuierliche Überwachung aller wesentlichen Geschäftsvorgänge soll sichergestellt werden, dass bestandsgefährdende Entwick- lungen frühzeitig erkannt und Maßnahmen zur Gegen­ steuerung eingeleitet werden können. Wesentliche Risiken sind zurzeit nicht erkennbar. Die Baukosten liegen weiterhin auf hohem Niveau; für die Gesellschaft sehen wir aktuell jedoch keine bestandsgefähr- denden Risiken. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit 6. KLIMASCHUTZ Die Gesellschaft hat die CO 2 -Neutralität der Bestände bis 2045 in ihren strategischen Zielen verankert. Der Gebäudebestand der Gesellschaft weist bereits zum jetzigen Zeitpunkt einen guten Standard gemäß EnEV/GEG aus. So befinden sich 95,4 Prozent (Vorjahr: 92,9 Prozent) der bewirtschafteten Flächen in den Energie-Effizienz-Klas- sen A bis D. Die nach branchenüblichen Regelungen erstellte Emissions­ bilanz wird seit 2021 erstellt. Die Bilanz des Jahres 2024 liegt vor. Aufgrund der Abrechnungszeiträume sind diese Werte des Vorjahres die letzten verfügbaren Daten. Die Emissionsbilanz 2024 weist für den bewirtschafteten Gebäude­ bestand einen Endenergieverbrauch (witterungsbereinigt) von ca. 84 kWh/m2/a (Vorjahr: ca. 85 kWh/m2/a) und Emis- sionen von ca. 15,3 kg CO 2 /m2/a (Vorjahr: ca. 15,6 kg CO 2 / m2/a) aus. Um die ambitionierten Klimaschutzziele zu erreichen, hat die Gesellschaft in der Mittelfristplanung für den Zeitraum 2025 bis 2030 Investitionen von 16,5 Mio. Euro vorgesehen. wird künftig auf Maßnahmen zur Verminderung des CO 2 -Aus- stoßes liegen, um die Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen. Dabei werden zunächst die geringinvestiven Maßnahmen, wie das Monitoring aller Heizungsanlagen, umgesetzt. Folglich besteht zurzeit kein größerer Fremdkapitalbedarf. Aus der Klimastrategie abgeleitete Modernisierungsmaßnahmen wer- den überwiegend mit öffentlichen Mitteln finanziert und ent- sprechend hohe Tilgungsnachlässe in Anspruch genommen. Die sich aus dem CO 2 -Kostenaufteilungsgesetz ergebene Verpflichtung einer CO 2 -Abgabe wird als gering betrachtet. In 2024 wurden insgesamt rund 62.000 Euro auf die Mieter umgelegt, während rund 15.000 Euro von der WSG über- nommen wurden. Ab 2027 soll sich ein zukünftiger Preis aus dem freien EU-Emissionshandel ergeben. Auch bei einer freien Preisentwicklung dürfte die Abgabe keine existenzielle Belastung für die WSG darstellen. Zur Senkung des Zinsrisikos sind Verträge mit Zinsbindungen von 20 bzw. 30 Jahren und einer hohen Tilgungsquote (teilweise Volltilger) abgeschlossen worden, so dass im Zeitraum vom 2026 bis 2030 lediglich Prolongationen in einem Volumen von insgesamt 4,95 Millionen Euro anfallen. Zukünftig werden wir uns auf nachhaltige und kosteneffi- ziente Projekte, wie den Wechsel der Energieerzeugungsart fokussieren und mit innovativen Ansätzen im Bau- und Modernisierungsbereich flexibel auf die aktuelle Marktlage reagieren. In den strategisch ausgerichteten Investitionen sehen wir die Chance, von der langfristigen Nachfrage nach Wohnraum zu profitieren. 8. PROGNOSE Grundsätzlich rechnen wir trotz der steigenden Verbraucher- preise nicht mit nennenswertem Leerstand oder umfangrei- chen Mietausfällen. Unter besonderer Berücksichtigung des in Dezember 2025 erfolgten Verkaufs von 48 Wohnungen in Viersen, sowie der damit verbundenen Rückzahlungen der kurzfristigen Finanzierungen, wird für 2026 bei auch zukünftig leicht steigenden Nutzungsgebühren (Mieten), planmäßiger Fortführung von Instandhaltung und Moder- nisierung sowie der aktuellen Zinssituation mit Sollmieten von 15.994 TEuro und Zinsaufwendungen von 2.288 TEuro gerechnet. Die Kosten für Instandhaltung sind mit 2.250 TEuro geplant. Für 2026 wird mit einem Jahresüberschuss von 1.337 TEuro gerechnet. Düsseldorf, 20. Mai 2026 Hans-Jörg Schmidt | Geschäftsführer

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