WSG Geschäftsbericht 2025

Seit 2022 ist das Geschäftsjahr 2025 das vierte Jahr in Folge mit einem für die Wohnungswirt- schaft investitionsfeindlichen Klima. Vier Jahre verhältnismäßig hohe Zinsen, bei weiter steigenden Baukosten. Laut GdW sind die Baukosten von 2019 bis 2025 um über 45 Prozent gestiegen. Vier Jahre Ukrainekrieg mit schwan- kenden Energiepreisen, immerhin mit geringeren Schwankungen auf hohem Niveau. Welche Auswirkungen der Irankrieg auf die Heiz- kosten und vor allem auf die Lieferketten in 2026 haben wird, wird sich noch zeigen. Dennoch sind in 2025 die Baugenehmigungen für Wohnungen erstmals seit 2021 wieder gestiegen. Mit 238.500 genehmigten Wohnungen* wurden 23.200 Woh­ nungen mehr genehmigt als 2024. Allerdings lagen die Baugenehmigungen in 2024 auf dem niedrigs- ten Wert seit 2010. Die Baugenehmigungen sind ein wichtiger Indikator für die zukünftige Entwick- lung des Wohnungsbaus. AUS GEG WIRD GMG, AUS BÜRGERGELD WIRD GRUNDSICHERUNG UND ALLES IM „BAUTURBO“ 6 Gebaut wurden in 2025 rund 235.000 Wohnungen. Für 2026 wird trotz gestiegener Genehmigungen mit einem weiteren Rückgang von rund 20.000 neuen Wohnungen gerechnet. Benötigt werden laut dem Institut der deutschen Wirtschaft rund 372.000 Wohnungen pro Jahr. Eine Entlastung des Wohnungsmarkts und ein damit verbundenes niedrigeres Mietenniveau kann selbst durch die an sich positive Entwicklung der Baugenehmigungen in keiner Weise erreicht werden. Die marktwirtschaftliche Konsequenz wird sein, dass die Mieten in den nächsten Jahren weiter steigen werden, solange die Nachfrage größer ist als das Angebot. „Aber wir haben doch mit dem § 246e BauGB, dem sogenannten Bauturbo, alle bürokratischen Wege freigeräumt und die Genehmigungsverfahren vereinfacht und extrem verkürzt“, erwidern jetzt alle Regierungspolitiker. * Quelle: Statistisches Bundesamt

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