WSG Geschäftsbericht 2025

59 1. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS UND GESCHÄFTSVERLAUF Die WSG Wohnungs- und Siedlungs GmbH mit Sitz in Düsseldorf ist ein bestandhaltendes Wohnungsunternehmen mit einem eigenen Bestand am 31. Dezember 2025 von 2.370 Wohnungen, 20 Gewerbeeinheiten sowie 608 Tief-/Garagen- und 201 oberirdischen Stellplätzen in 15 Städten in Nordrhein-Westfalen. Die Objekte werden im Rahmen einer Geschäfts­ besorgung von der Tochtergesellschaft WSG Dienstleister GmbH verwaltet. Die Anzahl der eigenen Wohnungen hat sich im Geschäftsjahr durch den Verkauf in Viersen um 48 Einheiten reduziert. Der Wirtschaftsplan weist für die Folgejahre ein Modernisierungsprogramm von 214 Wohneinheiten aus. 2. WOHNUNGSWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN In den attraktiven und wachstumsstarken Ballungsräumen, wie z. B. der Rheinschiene mit den Städten Düsseldorf und Köln, herrscht eine angespannte Marktsituation. Hier übersteigt die Nachfrage nach Wohnungen das Angebot deutlich. Da auch die wohnungspolitischen Neubauziele aufgrund der sich abkühlenden Wohnungsbaukonjunktur voraussichtlich nicht erreicht werden, dürfte sich die Nachfragesituation in diesen zuwanderungsstarken Gebieten in den nächsten Jahren noch verstärken. Die Grundstücks- und Wohnungswirtschaft konnte im Jahr 2024 eine Bruttowertschöpfung von etwa 385 Milliarden Euro erzielen, was einem Anteil von knapp 10 Prozent am Bruttoinlandsprodukt entspricht (Wohnungswirtschaftliche Daten und Trends 2025/2026, GdW). Hier sind die unmittelbaren Auswirkungen auf die Bruttowertschöpfung weiterer Wirtschaftszwei- ge noch nicht berücksichtigt. In 2025 sind die Baugenehmigungen für Wohnungen erstmals seit 2021 wieder gestiegen. Mit 238.500 genehmigten Wohnungen (Quelle: Statistisches Bundesamt) wurden 23.200 Wohnungen mehr genehmigt als 2024. Allerdings lagen die Baugenehmigungen in 2024 auf dem niedrigsten Wert seit 2010. Die Baugenehmigungen sind ein wichtiger Indikator für die zukünftige Entwicklung des Wohnungsbaus. Gebaut wurden in 2025 rund 235.000 Wohnungen. Für 2026 wird trotz gestiegener Genehmigungen mit einem weiteren Rückgang von rund 20.000 neuen Wohnungen gerechnet. Es wird sogar erwartet, dass die Fertigstellungen erstmals seit 2011 wieder unter 200.000 fallen. Benötigt werden laut dem Institut der deutschen Wirtschaft rund 372.000 Wohnungen p. a. LAGEBERICHT

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