WSG Geschäftsbericht 2025

32 2.9 | Klimastrategie 2030 bis 2050 Die WSG hat 2023 ihre erste Klimastrategie bis 2030 konkret geplant und in die Wirtschaftsplanung bis 2030 eingearbeitet. Bei einer Gesamtinvestitionssumme von rund 19,4 Millionen Euro werden bis 2030 eine Vielzahl von bereits dargestellten Maßnahmen umgesetzt. Ziel ist es, die CO 2 -Emissionen der WSG auf 14 kg/m²/a zu reduzieren. In 2024 hat die WSG die Klimastrategie bis 2045 weiter geplant, mit dem Ziel, nahezu klimaneutral zu werden, zugleich jedoch mit einem wirtschaftlich vertretbaren Engagement. ENERGIETRÄGER IM FOKUS Unter dieser Prämisse wurde vor allem der konsequente Wechsel der Energieerzeugungsart als Hauptinstrument einer Klimastrategie berück­ sichtigt. Der Grundgedanke ist: Wenn keine fossilen Brennstoffe mehr verwendet werden, ist die Klimaneutralität im Wesentlichen erreicht. Für den Wechsel der Energieerzeugungsart plant die WSG von 2030 bis 2045 rund 16.200.000 Euro zu investieren. Diese Kosten beinhalten keine Investitionen in Photovoltaik oder energetische Ertüchtigungen in die Gebäudehülle. Mit diesen Maßnahmen kann der CO 2 -Ausstoß auf 3,49 kg/m2/a reduziert werden. Dieser Wert entspricht dem Ausstoß der dann noch in Betrieb befindlichen Gas-Hybridanlagen und Pelletan­ lagen, die erst nach 2020 in Betrieb genommen wurden. Im November 2024 wurde das geplante Vorgehen von dem externen Beratungsunternehmen Connekt gegengeprüft. Aus dieser Drittsicht wurde die Planung als konsistent betrachtet. Die aus heutiger Sicht zugrunde gelegten Annahmen scheinen geeignet zu sein, einerseits die Klimaziele zu erreichen und andererseits die betriebswirtschaftliche Tragfähigkeit nicht infrage zu stellen. Die „Minimal“-Klimastrategie hat den Vorteil, dass der WSG zukünftig genügend Investitionsreserven zur Verfügung stehen, um gezielt in die gesamte energetische Ertüchtigung bestimmter Wohnan- lagen zu investieren oder auch Neubauprojekte zu realisieren. Ebenso können zusätzliche Effekte durch den ge­ zielten Einsatz von Photovoltaik in Verbindung mit Mieterstrom gehoben werden. In diesem Geschäfts- feld hat die WSG in 2025 Photovoltaik mit einer Gesamtleistung von über einem halben MWp auf ihren Dächern montiert. Der erzeugte Strom wird seit Anfang 2026 über ein drittes Unternehmen, das der WSG den Strom abkauft, den Mietern als Mieter- strom verkauft (Lieferkettenmodell). Bereits Anfang März lag die Verkaufsquote bei über 23 Prozent. Der Return on Investment liegt bei 25 Prozent. Der WSG ist es ein Anliegen, nicht nur den physikalischen Energiebedarf der Gebäude zu reduzieren, sondern entsprechend auch die individuellen Verbräuche zu reduzieren. Mönchengladbach, Von-der-Helm-Straße

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